14.11.2008

Trygve Seim/Frode Haltli Duo

Gestern Abend waren wir zum letzten Mal bei Enjoy Jazz und haben uns das letzte in Mannheim stattfindende Konzert angehört, wieder in der Schlosskirche. Auftraten der Saxophonist Trygve Seim und der Akkordeonspieler Frode Haltli. Akkordeon und Saxophon eine ungewöhnliche, aber interessante und sehr spannende Kombination. Das Publikum war begeistert - und wir auch.

10.11.2008

Garth Knox & Agnès Vesterman

Am vergangenen Samstag waren wir mal wieder bei Enjoy Jazz, dieses mal in der Schlosskirche Mannheim. Es traten auf: Garth Knox, ein irischer Bratschist und Agnès Vesterman, eine französische Cellistin.

An diesem Abend spielte Knox fast ausschließlich auf einer Viola d'amore, einer "barocken Siebensiterin" wie es im Informationsflyer so schön heißt. Die Musik war ausgesprochen abwechslungsreich und natürlich eher klassisch orieniert. Anfangs war's mir zu ruhig, aber bald schon war ich begeistert, vor allem, als Knox begann sehr experimentelle Stücke vorzutragen, beispielsweise ein Stück namens 9 Fingers bei dem er ausschließlich mit den Fingern spielte, sprich beispielsweise Saiten zupfte oder auf den Klangkörper klopfte ...

... am Ende war ich wirklich sehr begeistert und muss sagen, dass ich am Samstag einen sehr schönen Abend erlebt habe.

03.11.2008

Holly Cole singt Tom Waits

Noch mehr Enjoy Jazz: Gestern Abend trat Holly Cole in der Alten Feuerwache auf und wir waren dabei. Ob es daran lag, dass es ein Sonntag Abend war (und nicht, wie am Donnerstag mitten unter der Woche), wie auch immer, der Saal war brechend voll. Die aufgestellten Sitzplätze waren nicht unbedingt antmosphärisch, aber egal, worauf es ankam, war ja die Musik und die war gut.

Mir war die kanadische Jazz-Sängerin bisher kein Begriff und die Stücke von Tom Waits, die sie zum Besten gab, waren durch die Bank weniger bekannter Art, aber mir hat's gefallen. Vor allem Coles Version von The Briar and the Rose hatte es mir angetan. Ebenfalls als sehr positiv empfand ich auch die lockere Art der Sängerin und die Solo-Parts, die ihre Bandmitglieder immer wieder hatten. Insbesondere die lange Abschiedszugabe, bei der jeder ein Solo hinlegen musste, war herrlich.
Und die letzte Zugabe war dann einfach nur noch wunderbar amüsant. Halloween liegt ja noch nicht sehr lange zurück, weshalb die Sängerin zum Abschluss Halloweenlied zum Besten gab, welches sie als Kind immer von ihrer Mutter an Halloween zum Einschlafen vorgesungen bekam: Have you seen the Ghost of John? Ich musste sehr lachen, nicht nur Coles gesanglicher Vortrag war einfach köstlich, sondern auch das Knochengeklipper und -geklapper, welches der Drummer dazu als Begleitung darbot.

31.10.2008

LOK 03

Ein wenig ungewohnt unter der Woche auf ein Konzert zu gehen, aber es hat sich gelohnt. Dieses Mal verschlug es uns im Rahmen von Enjoy Jazz in die Alte Feuerwache von Mannheim, wo gestern Abend von Schlippenbach, Takase und DJ Illvibe auftraten und eine Live-Improvisation zu Berlin: Sinfonie der Großstadt, einem Stummfilm von Walther Ruttmann, zum Besten gaben.

Gleich vorweg: Ich hatte keine Lust, war müde, fühlte mich schlapp, fror ständig (vermutlich ist eine Erkältung im Anmarsch) und wusste so gar nicht was mich erwarten würde - dementsprechend war meine Stimmung, als wir in der Alten Feuerwache ankamen. In den Räumlichkeiten, in denen das Konzert stattfinden sollte, waren Stühle aufgestellt worden, es gab kleine Stehtische, eine Bar für Weingenießer und gedämpftes Licht. Irgendwie hatte ich einen Menschenansturm wie beim Emilíana-Torrini-Konzert erwartet und wurde enttäuscht. Letztlich waren mehr oder weniger alle stühle belegt, aber unter "brechend voll" versteht man etwas anderes - kurzum, die ganze Atmosphäre war eine andere, wovon ich zunächst nicht sonderlich angetan war.
Aber das, was es dann zu hören und zu sehen gab, war einfach toll und ich bin wirklich froh den vergangenen Abend erlebt zu haben. So ähnlich müssen sich die ersten Stummfilmkinobesucher damals gefühlt haben - herrlich. Die Musik war aufregend und schnell, laut, nicht immer nach meinem Geschmack aber mitreißend und passte für mein Empfinden meistens extrem gut zu dem gezeigten Film.

20.10.2008

Emilíana Torrini

Im Rahmen von Enjoy Jazz verschlug es uns gestern Abend ins Kulturhaus am Karlstorbahnhof in Heidelberg, wo sich Emilíana Torrini und  ihre Vorgruppe Island Line die Ehre gaben.

Ein wirklich schönes Konzert. Der eher kleine Konzertsaal war brechend voll, dass Puplikum herrlich gemischt und die Stimmung einfach nur gut. Und die kleine Sängerin ist wirklich eine Wucht. Mir war ihr Name bisher nur im Zusammenhang mit den Herr der Ringe Filmen, sprich Gollum's Song, ein Begriff, aber es hat sich gelohnt, nach Heidelberg zu fahren. Zwar kann ich nicht behaupten, dass ich  seit gestern Abend  ein hoffnungsloser Emilíana-Torrini-Fan bin, aber es war einfach schön so eine heitere und gut gelaunte Künstlerin zu erleben, die wirklich Freude daran hat ihr Puplikum zu unterhalten.

01.10.2008

Enjoy Jazz

In Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg findet vom 02.10. bis 15.11.2008 das 10. Internationale Festival für Jazz und Anderes: Enjoy Jazz statt. Während dieser Zeit gibt es täglich an den verschiedensten Veranstaltungsorten Konzerte unterschiedlichster Künstler zu hören und zu sehen. Ein schönes Event in der Region, das wir uns sicher nicht entgehen lassen werden ...

11.01.2008

RUTH - Deutscher Weltmusikpreis

Ich bin gerade zufällig auf RUTH aufmerksam geworden. RUTH? Ja genau, RUTH! Ein deutscher Weltmusikpreis, der einmal pro Jahr, und zwar immer am ersten Juli-Wochenende, in Rudolstadt verliehen wird, um herausragende musikalische Leistungen im Bereich der Weltmusik zu würdigen. (RUTH ist übrigens die eingedeutschte Schreibweise des englischen "root" (Wurzel).)

Bisher kannte ich diesen Preis wie gesagt nicht, was, wie ich nach einigem Stöbern auf der Webseite festgestellt habe, ziemlich schade ist, da es sich in meinen Augen um ein recht interessantes Event abseits der großen, allseits bekannten Preisverleigungen handelt. Deshalb werde ich die RUTH auf jeden Fall weiter verfolgen.

Leider konnte ich auf der Webseite noch keine Nominierungen für 2008 finden, weiß aber zumindest, dass Bobos Projekt Lieder von Liebe und Tod für eine RUTH 2008 nominiert ist, was mich persönlich sehr freut, weil das Album wirklich schön ist.

24.10.2007

Fragebogen: Musikalischer Steckbrief

01 .:. Ein Song.. aus deiner fruehesten Kindheit.
Vader Abraham: Das Lied der Schlümpfe
 
02 .:. Ein Song.. den du mit deiner (ersten) grossen Liebe assoziierst.
Samsas Traum: K.haos-Prinz und Wind-Prinzessin 
 
03 .:. Ein Song.. der dich an einen Urlaub erinnert.
Yann Tiersen: La Valse d'Amélie
 
04 .:. Ein Song.. von dem du in der Oeffentlichkeit eigentlich nicht so gerne zugeben moechtest, dass du ihn eigentlich ganz gerne magst.
Hanson: Soldier
 
05 .:. Ein Song.. der dich - geplagt von Liebeskummer - begleitet hat.
L'Âme Immortelle: 5 Jahre
Glashaus: Wenn das Liebe ist
 
06 .:. Ein Song.. den du in deinem Leben vermutlich am haeufigsten gehoert hast.
America: The last Unicorn
John Denver: Annie's Song
 
07 .:. Ein Song.. der dein liebstes Instrumental ist.
Vanessa Mae: Contradanza
 
08 .:. Ein Song.. der eine deiner liebsten Bands repraesentiert.
Inkubus Sukkubus: Bright Star 
 
09 .:. Ein Song.. in dem du dich selbst wiederfindest oder in dem du dich auf eine gewisse Art und Weise verstanden fuehlst.
Adversus: Zimmer im Kopf
 
10 .:. Ein Song.. der dich an eine spezielle Begebenheit erinnert.
The Police: Message in a Bottle 
 
11 .:. Ein Song.. bei dem du am besten entspannen kannst.
Sinéad O'Connor: Lullaby for Cain   
 
12 .:. Ein Song.. der fuer eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht.
Engelsblut: Frühlingsgefühle (Liebe im Sommergras) 
 
13 .:. Ein Song.. der momentan dein Lieblingssong ist.
Omnia: Wytches' Brew
 
14 .:. Ein Song.. den du deinem besten Freund/Freundin widmen wuerdest.
Paddy goes to Holyhead: Whiskey for the Roadies 
 
15 .:. Ein Song.. bei dem du das Gefuehl hast, dass ihn ausser dir niemand gerne hoert.
Martin Kesici with Tarja Turunen: Leaving you for me
 
16 .:. Ein Song.. den du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst.
Looking for Linus: Emily holds the World 
 
17 .:. Ein Song.. der weder deutsch- noch englischsprachig ist und dir sehr gefaellt.
In Extremo: Liam
 
18 .:. Ein Song.. bei dem du dich bestens abreagieren kannst.
Chamber: Little Devil 
 
19 .:. Ein Song.. der dich traurig macht.
Janus: Kinderkreuzzug 
 
20 .:. Ein Song.. der auf einem Cover beruht.
HIM: Wicked Game 
 
21 .:. Ein Song.. bei dem du sofort gute Laune bekommst.
Gaelic Storm: Swimmin' in the Sea 
 
22 .:. Ein Song.. der von einer Frau gesungen wird.
Obsidian Voice: Cthulhus Call
 
23 .:. Ein Song.. der von Sex handelt.
Goethes Erben: Dazwischen
 
24 .:. Ein Song.. der auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte.
Qntal: Remember me

Quelle: Weltenstadt-Forum

03.09.2007

Miroque Festival 2007

Am 01.09. waren wir im Histotainment Park Adventon, um am diesjährigen Miroque Festival teilzunehmen. Einlass war um 13:00 Uhr, die erste Band sollte um 14:00 Uhr auftreten und der Beginn der Aftershowparty war für 21:00 Uhr angesetzt. Darüberhinaus fand im Adventon ein Mittelaltermarkt statt, den man ebenfalls besuchen konnte, zum Beispiel während der Umbauphasen zwischen den einzelnen Auftritten. Dort konnte man reichlich Kunsthandwerk bewundern und sich mit Essen und Trinken versorgen.
 
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Zurück zum eigentlichen Festival - insgesamt sieben Gruppen standen auf dem Programm: Versengold, Veitstanz, Omnia, Estampie & L'Ham de Foc, Cultus Ferox und Corvus Corax. Es versprach also ein sehr abwechslungsreiches Festival zu werden und dies war es in der Tat. Den Anfang machten Musiker von Versengold, einer Formation die, wie die Irrlichter, aus dem Bereich der Fantasy-Liverollenspiele kommt. Anschließend folgte der Auftritt der Gruppe Veitstanz, die extra aus der Schweiz angereist waren.
Danach dann für mich das erste Highlight des Tages, der Auftritt von Omnia. (Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an meinen Musik-Tipp? ;)) Steve "Sic" Evans-van der Harten ist einfach ein genialer Entertainer und die neuen Stücke, die die Band darbot, machten einfach nur Spaß - z.B. Wytches' Brew (Auch als Free-Download auf der Band-Site erhältlich). 
 
Es folgte der gemeinsame Auftritt von Estampie und der spanischen Gruppe L'Ham de Foc. Musikalisch einwandfrei, aber die Musiker wollten mit ihrem deutlich sichtbaren Hang zum Perfektionismus einfach nicht recht zu den übrigen Formationen passen. Als nächstes hatten Cultus Ferox ihren großen Auftritt. Der ist mir vor allem als eines in Erinnerung gelieben: Laut. Für mich der schwächste Festivalbeitrag, da hätte ich mir etwas mehr erwartet, auch wenn's Spaß gemacht hat.
Der Konzertabschluss war dann auf jeden Fall wie zu erwarten sehr gut: Corvus Corax, die Könige der Spielleute - muss ich noch mehr sagen?

Die Aftershowparty konnte schließlich um 23:30 Uhr beginnen. Trotz keiner bzw. kurzer Zugaben konnte der strenge Zeitplan, den die Veranstalter angepeilt hatten, natürlich nicht eingehalten werden, dafür verschlangen die Umbauarbeiten zwischen den einzelnen Auftritt einfach zu viel Zeit, aber das war zu erwarten gewesen.  Hätte mich doch sehr gewundert, wenn das eigentliche Konzert vor 22:30 Uhr zu Ende gewesen wäre.

16.07.2007

Hexenkessel Festival 2007

Am 13.07. waren wir auf dem Hexenkessel Festival in Frankenthal. Aufgespielt haben an diesem Abend, los ging es um 20 Uhr, Wolfenmond, Schelmish und Saltatio Mortis. Mir persönlich haben Wolfenmond am besten gefallen. Ihre Musik hatte das schönste mittelalterliche Flair, leider hatten sie es mit dem übrigen Publikum etwas schwer.

Anschließend traten Schelmish auf. Die waren vor allem eines, unnötig laut. Die meiste Zeit dominierten vor allem E-Gitare und E-Bass, von mittelalterlichen Instrumenten war da wenig zu hören. Und der Gesang kam auch nicht verständlich gegen den selbstproduzierten Lärm an. Einzig und allein zwei Stücke haben den Auftritt etwas für mich retten können: Ersteres setzte vor allem auf mittelalterliche Instrumente, zweiteres war ein mittelalterliches Cover des Johnny Cash Songs  "Ring of Fire". Ansonsten konnte ich der Gruppe nichts abgewinnen, auch wenn mir glaubhaft versichert wurde, dass sie früher einmal ganz anders klangen.
 
Trotzdem, ich frage mich, was hat ein Megaphon als Hilfmittel beim Gesangsauftritt einer Mittelalterrockband zu suchen? Alles in allem habe ich mich eher an eine Metalband erinnert gefühlt. Nur, wenn ich etwas derartiges hören will, kann ich auch gleich zu einem Auftritt von Dimmu Borgir und Co. oder auf ein entsprechendes Festival gehen. Das restliche Publikum schien jedoch begeistert. Im Nachhinein musste ich feststellen, dass der Auftritt, der mich am meisten kalt gelassen und am stärksten enttäuscht hat, beim restlichen Publikum die heftigsten Reaktionen auslöste. Keine Ahnung woran das lag, vielleicht an der "schemlishen" Art der Jungs ... 

Mit Saltatio Mortis kehrte die Musik dann zum Schluss glücklicherweise wieder in mittelalterlich anmutendere Klangwelten zurück. Die Show, die sie boten, war auf jeden Fall sehenswert, geradezu professionell, aber schon fast etwas zu kommerziell aufgezogen. Außerdem gebe ich zu, dass ich Aleas Gesang nicht sooo ausdrucksstark fand, aber er ist auf jeden Fall ein sehr guter Entertainer.

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