20.11.2008

Papeterie

Nachdem die Post es vor ein paar Tagen (aus mir unverständlichen Gründen) nicht geschafft hat meine Amazonbestellung an meine Packstation zu liefern, ist die Ersatzlieferung heute sicher und ohne irgendwelche Zwischenfälle eingetroffen. Somit bin ich nun die glückliche Besitzerin zweier Bücher zu den Themen "Papierschöpfen" und "Handmade Books & Cards". Die Bücher:

Vor allem das Buch von Kathrin Dardel finde ich verdammt spannend. Aber zum Ausprobieren werde ich wohl erst kommen, wenn ich es geschafft habe mir ein paar Schöpfrahmen zu bauen und es wieder wärmer wird, sodass ich draußen arbeiten und das geschöpfte Papier auf der Loggia trocknen kann.
Das Buch von Alisa Golden ist aber auch interessant. Nicht ganz das, was ich ursprünglich erwartet hatte, aber doch voller guter Ideen und Anregungen. Insbesondere die enthaltenen Faltanleitungen werde ich demnächst wohl mal ausprobieren und die unterschiedlichen Gestaltungsideen schauen auch ganz vielversprechend und gut umsetzbar aus.

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27.08.2007

Die Bücherkiste X

So, es ist mal wieder an der Zeit. Hier ein Überblick über meinen "Stapel der gelesenen Bücher" der letzten Zeit. Und weil der Stapel dieses Mal sehr umfangreich ausgefallen ist, bitte nicht böse sein, wenn ich mich mit dem Schreiben dieses Mal ein wenig zurückhalte.

Kelley Armstrong: Nacht der Wölfin + Rückkehr der Wölfin
Beide Bücher werden aus der Sicht der Werwölfin Elena erzählt. Die Handlung ist ziemlich aktionreich und die Figuren witzig. Persönlich hat mir der erste Teil besser gefallen als der Zweite.

Annie M.G. Schmidt: Die geheimnisvolle Minusch
Ein schönes Kinderbuch, vor allem für Katzenfans zu empfehlen.
      
Kazuo Ishiguro: Alles, was wir geben mussten
Eine Zukunftsvision, die einen wirklich nachdenklich stimmt. Auf den Inhalt kann ich leider nicht eingehen, ohne zu viel vorwegzunehmen, darum lasse ich es. Aber, dieses Buch hat mich durch und durch bewegt und total gefesselt. Verdammt gut.

Jose Saramago: Die Stadt der Blinden
Ebenfalls eine recht nachdenklich stimmende Zukunftsvision. Eine Kreuzung in irgendeiner beliebigen Stadt. Mehrere Autos stehen wartend an einer Ampelanlage. Plötzlich kommt der Verkehr zum erliegen, einer der Fahrer ist urplötzlich erblindet. Wie eine Epidemie breiten sich das Phänomen aus, bis am Ende niemand mehr sehen kann. Wirklich niemand? Ich fand die Idee, die hinter dem Buch steckt wirklich spannend, leider erschwert der gewöhnungsbedürftige Schreibstil das Lesen doch erheblich, sodass ich mich teilweise trotz der guten Buchidee zum weiterlesen zwingen musste.

Birgit Erwin: Lichtscheu
Auf der Suche nach lesbarer Vampirliteratur bin ich über dieses Büchlein gestolpert. Die Idee ist nicht sonderlich originell und die Handlungen und Gedanken des Romanhelden Matteo sind nicht immer nachvollziehbar, aber alles in allem lässt sich das Buch gut lesen und vor allem die Schilderungen Londons sind sehr atmosphärisch.

Wendy Haley: Schatten über Eden
Angeblich Vampirliteratur, tatsächlich ein übelst schwülstiger Liebesroman. Der tragische Held natürlich ein gutausehender Vampir, der in eine vielzahl familiärer Intrigen hineingerät, permanent mit seinem schrecklichen Schicksal hadert, einer vergangenen Liebe hinterhertrauert und so weiter und so fort. Brrr.

Sergej Lukianenko: Wächter der Ewigkeit
Quasi der Abschlusssband der Wächter-Reihe. Lukianenkos Schreibstil ist wie gewohnt schlicht, aber fesselnd. Man sollte den Roman aber nur zur Hand nehmen, wenn man bereits seine drei Vorgänger gelesen hat.

Kazuo Ishiguro: Was vom Tage übrigblieb
Ein stimmungsvolles, melancholisches Sittengemälde. Thematisch vollkommen anders als "Alles, was wir geben mussten", aber ebenso faszinierend, wenn auch weniger temporeich erzählt, sodass der Lesefluss deutlich langsamer ist.

Haruki Murakami: Hard-boiled Wonderland
Bisher war Murakami nicht so mein Ding, aber dieses Buch hat mich wirklich gefesselt, insbesondere aufgrund der Verbindung von realer und phantastischer Welt.

Philip Pullman: Der goldene Kompass + Das magische Messer
Da demnächst der erste Teil der Trilogie als Verfilmung in die Kinos kommt, dachte ich mir, ich könnte vorher schon einmal in die Bücher reinlesen. Nun ja, ich muss sagen, Band 1 hat mir ganz gut gefallen und Band 2 ist soweit auch ok, aber alles in allem wirkt die Handlung leider oft sehr konstruiert und brüchig.

Nora Roberts: Grün wie die Hoffnung
Tja, auch hierbei handelt es sich um Vampirliteratur, die sich bei näherer Betrachtung als simpler Liebesroman (Band 1 von 3) entpuppt. Der Vampiraspekt und auch der restliche fantastische Rahmen ist nicht sonderlich bedeutsam. Im Großen und ganzen wird auf knapp 400 Seiten lediglich eine Liebesgeschichte ausgebreitet, die immerhin wesentlich besser erzählt wird als dies in "Schatten über Eden" der Fall ist. 
   
Joy Chant: Der Mond der brennenden Bäume
Dieser Roman ist schon ein paar Jährchen älter, aber wirklich lesenswert. erzählt wird die Geschichte eines Stammes von Reiternomaden, der für seine Freiheit und Unabhängigkeit kämpft.

Robert N. Charrette: Laß ab von Drachen, Wähl deine Feinde mit Bedacht + Such deine eigene Wahrheit
Drei spannende Shadowrun-Romane, die in einer Rollenspielwelt angesiedelt sind, in welcher Magie und High Tech aufeinander prallen und große Megakonzerne ihre Ränke schmieden.

Ian McDonald: Necroville
In einer fernen Zukunft können die Toten, dank moderner Technik, wieder ins Leben zurückgeholt werden. Ihre zahl wächst ständig an und sie bevölkern ganze Städte bzw. Stadtteile, die sogenannten Necrovilles. Die Ideen hinter dem Buch mögen spannend und interessant sein, aber McDonalds Schreibstil hat leider dafür gesorgt, dass ich mich regelrecht bis zum Ende durchquälen musste.

G. und R. Precht: Das Schiff im Noor
Ein unterhaltsamer, gelungener Krimi, der vor allem von seinen Liebenswerten Figuren sowie einem absolut stimmungsvollen Setting lebt.

Susanna Clarke: Die Damen von Grace Adieu
Eine gut gemischte Sammlung aus Kurzgeschichten der Autorin von "Jonathan Strange & Mr Norrell". Die verschiedenen Texte sind sehr abwechslungsreich und vielseitig und zeigen die unterschiedlichsten Aspekte und Seiten der "englischen Magie" auf.

Dara Horn: Die kommende Welt
Ein poetisches Buch, dass man erst wieder aus der Hand legen mag, wenn man auf der letzten Seite angelangt ist. Der Roman ist sehr vielschichtig und verwebt die Geschichte einer jüdischen Familie auf fesselnde Art und Weise mit dem schicksal eines gestohlenen Chagall-Gemäldes.

George R. R. Martin: Songs for Lya
Zehn sehr unterschiedliche Science Fiction Stories aus der Feder von GRRM.

Bas Kast: Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt
Kast fast auf unterhaltsame Art und Weise die aktuellen Erkenntnisse der Psychologie zum Thema Liebe, Leidenschaft & Co zusammen. Dabei liefert er kein Erfolgsrezept für die perfekte Beziehung, doch so manches was er aus den Studien und Labors der Psychologen zu berichten weiß, kommt einem durchaus vertraut vor.

Jeff Noon: Gelb
Dieses Buch ist einfach verdammt schräg und ich kann nicht behaupten am Ende alles richtig verstanden zu haben, doch beim Lesen hatte ich wirklich viel Spaß.

So, dass war es erst einmal. Uff, jetzt sind meine Finger auch ziemlich wund. Aber ok, zum Schluss noch rasch ein paar Worte zu dem Buch, das ich aktuell in der Mangel und wohl in Kürze durchgelesen habe:

James Ellroy: Browns Grabgesang
Fritz Brown ist Amerikaner deutscher Abstammung, zurzeit trockener Alkoholiker, ehemaliger Cop und als Repo-Mann  tätig. Seine Lizenz als Privatdetektiv besitzt er eigentlich nur aus Abschreibungsgründen, einen richtigen Fall hat er noch nie bearbeitet, doch dies ändert sich, als er die Bekanntschaft eines gewissen Fat Dog macht ...  

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19.04.2007

Die Bücherkiste IX

In den letzten Tagen und Wochen habe ich sehr viel gelesen, dafür habe ich im Moment ja auch viel Zeit. Wie auch immer, wenn man sich meine "Hat gelesen"-Liste bei Reliwa ansieht, bekommt man zumindest einen kleinen Eindruck davon, was genau ich alles so gelesen habe. Da es eine ziemliche Menge ist, werde ich an dieser Stelle nur einen groben Abriss mit kurzen Kommentaren einstellen ...

Christoph Marzi: Lycidas, Lilith & Lumen
Eine sehr spannende Trilogie aus deutschen Landen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Waisenmädchen, welches in London und der Uralten Metropole unter der Stadt so manches Abenteuer bestehen muss.

Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg
Kerkelings "Tagebuchbericht" über die Erlebnisse und Erfahrungen, die er während seiner Wanderung auf dem Jakobsweg machen durfte, ist ausgesprochen unterhaltsam geschrieben und entlockt einem beim Lesen immer wieder ein Schmunzeln. Ich persönlich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Mervyn Peake: Gormenghast - Der junge Titus (Bd. 1)
Ein Lesegenuß der besonderen Art. Das Buch umfasst zeitlich kaum mehr als das erste Lebensjahr des 77ten Lords Groan von Gormenghast und konzentriert sich im wesentlichen auf die Intrigen und Ränke, die der aufstrebende Küchenjunge Steerpike schmiedet. Und dabei wird man völlig in die bizarre Welt des Gormenghast-Schlosses hineingezogen.

George R.R. Martin: The Ice Dragon
Ein kleines, dünnes Kinderbuch, welches vor allem durch sehr schöne Zeichnungen besticht und sich sehr stark von dem abhebt, was GRRM üblicherweise schreibt, insbesondere da es sich an ein wesentlich jüngeres Publikum richtet.

Clare Clark: Der Vermesser
Als Krimi angepriesen, tatsächlich eher die anschauliche  Darstellung des Traumas eines Kriegsheimkehrers, welcher in allerlei Intrigen hineingezogen wird. Dies alles vor dem historischen Hintergrund des "Great Stink" im London des Sommers 1858.

Diana Gabaldon: Das Meer der Lügen
Ein unterhaltsamer kleiner Krimi in dessen Mittelpunkt Lord John Grey steht, eine Figur, die den meisten LeserInnen bereits aus der Highland-Saga bekannt sein dürfte.

Laurell K. Hamilton: Bittersüße Tode (Bd. 1)
Für alle die ein Faible für Vampire haben. Der Auftaktband zu Hamiltons Buchreihe um die Vampirjägerin Anita Blake ist unterhaltsam und wartet mit reichlich "Action" auf. Nichts Weltbewegendes, aber unterhaltsam zu lesen, wenn man sich beim lesen einfach nur mal etwas entspannen möchte. (Allerdings sollte man keinen allzu schwachen Magen haben, denn gelegentlich geht es schon recht blutig zu.)

Elizabeth George: Keiner werfe den ersten Stein
Ich brauchte noch etwas zum Lesen für die Rückfahrt von Meseburg nach Mannheim. Ich bin kein übermäßiger Krimi-Fan und es war das erste Mal, dass ich etwas von Ms. George gelesen habe. Die Figuren waren interessant, es hat Spaß gemacht der Story zu folgen, aber ein Elizabeth-George-Fan bin ich nicht geworden.

Tad Williams/Nina K. Hoffmann: Die Stimme der Finsternis
Wieder was für Vampirefreunde. Diesmal werden ein paar Handelsreisende von einem Blutsauger verfolgt, um sich zu retten, müssen sie Nacht für Nacht Geschichten erzählen, eine trauriger als die andere.

Kim Harrison: Blutspur (Bd. 1)
Der deutsche Buchtitel ist nicht so gelungen, wie ich finde. Der Originaltitel "Dead Witch Walking" trifft es wesentlich besser, denn auf Rachel Morgan ihren Job bei der magischen Sicherheitsbehörde von Cincinnati aufgibt, hetzt ihr ihr ehemaliger Vorgesetzter ein Mordkommando auf den Hals. Rachel sieht nur eine Chance sich frei zu kaufen: Sie will den gefährlichsten Bösewicht der Stadt zu Strecke bringen, und zwar so schnell wie möglich. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Ivy, einer Vampirin, und Jenks, einem Pixie, macht sich die Hexe an die Arbeit.

Tad Williams: Der Blumenkrieg
Zu diesem Buch sage ich nur folgendes: Unbedingt lesen. Ich habe es in den letzten Tagen einfach nur verschlungen, so sehr habe ich mit Theo, dem unglücklichen Held dieser Geschichte, mitgelitten.

Stephenie Meyer: Twilight (Bd. 1)
Ein romantisches Jugendbuch rund um die Liebe zwischen der Highschool-Schülerin Bella und dem Vampir Edward.

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02.02.2007

Bücher online katalogisieren ...

Ich bin gerade darauf aufmerksam geworden, dass es offenbar möglich ist, seine private Büchersammlung online zu katalogiesieren und die jeweiligen Bücher zu rezensieren.
Wozu das Ganze? Na ja, wenn man einen Überblick über seine persönliche Bibliothek haben möchte, ist sowas sicher sehr nett. In den Online-Gemeinschaften findet man via Tags usw. auch schnell Leutchen mit ähnlichem Lesegeschmack, sodass man sich gemeinsam über Bücher austauschen kann. Und wer das Ganze nicht online machen möchte, kann immer noch nach einem entsprechenden Programm für den PC suchen. Per Google lassen sich z.B. etliche Free- und Shareware-Angebote usw. finden ...

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EDIT 05.02.2001: Man findet mich jetzt als
"rouge" bei Reliwa und Buchpfade.

Zur weiteren Erklärung: Bei "Reliwa" trage ich ein, was ich gerade gelesen habe, was ich aktuell lese und was ich demnächst lesen möchte, also z.B. auch Bücher, die ich mir von Freunden oder aus der Bibliothek ausgeliehen habe. Bei "Buchpfade" stelle ich hingegen nach und nach meinen ganz persönlichen Buchbestand ein - zumindest teilweise. Und Rezensionen zu einzelnen Büchern gibt es weiterhin hier.

Die Bücherkiste VIII

Charles Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes
Daniel ist fast elf Jahre alt, als sein Vater ihn zum Friedhof der Vergessenen Bücher mitnimmt. Einer alten Tradition folgend darf Daniel sich, wie schon andere vor ihm, bei seinem ersten Besuch ein Buch aussuchen, das er "adoptiert" und auf das er fortan zu achten hat, so gut er kann. Die Wahl des Jungen fällt auf Der Schatten des Windes von Julián Caranx. Das Buch zieht den Jungen augenblicklich in seinen Bann und beginnt sein Leben mehr und mehr zu beherrschen ...
... unglaublich packender Lesestoff, denn man nur schwer aus der Hand legen mag, bevor man die letzte Seite gelesen hat. Sehr zu empfehlen. Ich habe das Buch in den letzten drei Tagen regelrecht verschlungen.

Christoph Marzi: Lycidas
Meine aktuelle Lektüre: Der Auftakt-Band der Trilogie um das Waisenmäden Emily Laing spielt im London unserer Tage, führt die Helden aber tief unter die Stadt, wo sich die Uralte Metropole befindet. Die Figuren tauchen dort in eine gänzlich fremde Welt ein, die von Lykanthropen (Werwölfen), Arachniden (Spinnen) und anderen phantastischen und mythischen Wesen und Geschöpfen bevölkert wird - warum? Gemeinsam sind sie etlichen Kindern auf der Spur, u.a. der kleinen Mara Mushroom, die auf geheimnisvollen und beängstigende Art und Weise verschwunden sind ...
Um ehrlich zu sein, mich hat die Lesesucht gerade wieder voll im Griff, sodass ich etliche Stunden des Tages damit verbringe, in den unterschiedlichsten Büchern zu verschwinden. Und "Lycidas" ist für solche Ausflüge genau das Richtige. Die Charaktere sind liebenswert, skuril und die Dialoge sprühen teilweise nur so vor Witz. Außerdem sind natürlich der Ort der Handlung, das winterliche London und die Uralte Metropole, ausgesprochen reizvoll.

In den nächsten Tagen werde ich meinen kleinen SUB (Stapel Ungelesener Bücher) - Hmpf, seit ich in Scarabaes LJ war, geistert mir dieses Kürzel durch den Kopf. - noch weiter abarbeiten. Ganz oben auf meiner To-Read-Liste stehen hierbei Lilith und Lumen, Band 2 und 3 der Emily Laing Trilogie, sowie Gormenghast 1 und 2 von Mervyn Peake. Anschließend werde ich mal schauen, was ich als nächstes lese - oder höre, imo liebäugele ich nämlich mit dem Glennkill-Hörbuch von Leonnie Swan. ^^

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19.01.2007

Die Bücherkiste VII

Terry Pratchett: Klonk!
Endlich habe ich es geschafft, mal wieder einen Scheibenwelt-Roman zu lesen. Im Mittelpunkt steht diesmal die Wache: Samm Mumm, Kommandeur der Stadtwache von Ankh-Morpork, hat es mit einem recht kniffeligen Kriminalfall zu tun bekommen. Ein Zwerg wurde getötet, neben ihm fand man eine Trollkeule. Dies alles sind Umstände, die für das ohnehin recht schwierige Verhältnis zwischen Zwergen und Trollen wenig förderlich sind, vor allem, weil der Jahrestag der Schlacht vom Koomtal, einem legendären Gefecht zwischen Trollen und Zwergen, kurz bevorsteht und sich die Stadt mehr und mehr in einen Hexenkessel zu verwandeln scheint ... Insegsamt: Humorvoll wie immer, unterhaltsam und voller schrulliger Charaktere - typisch Pratchett halt.

Susanna Clarke: Jonathan Strange & Mr. Norrell

Ein phantastischer Roman mit historischen Elementen, denn Handlungsort ist das London des 19. Jahrhunderts. Mr. Norrell hat es sich zur Aufgabe gemacht, die englische Zauberei wieder aufleben zu lassen. Sein einziger Schüler ist Jonathan Strange und gemeinsam sind sie die einzigen Zauberer Englands. Doch dann kommt es zum Zerwürfnis zwischen Lehrer und Schüler, sodass sich die beiden brillianten Männer fortan als Gegner gegenüber stehen.

Und zur Zeit lese ich ...

Michael Moorcock: Elric von Melniboné - Die Sage vom Ende der Zeit (Sammelband)
Um ehrlich zu sein, ich bin hin und her gerissen. Normalerweise bevorzuge ich High Fantasy, wohin gegen dieses Werk zur Heroic Fantasy zählt. Somit sind die Erzählungen rund um Elric, den Albinokönig von Melniboné, absolut klassische Vertreter dieses Genres, welches auch so treffend als "Sword & Socery" bezeichnet wird.
Hinzukommt das die Sage vom Ende der Zeit offenbar als Serie für ein Fantasy-Magazin entstand, was oftmals offenbar dazu geführt hat, dass einige Kapitel unter ziemlichem Zeitdruck herruntergeschrieben worden sein müssen. Nur so kann ich mir gewisse Ungereihmtheiten in den logischen Verknüpfungen einzelner Kapitel und Bücher (Anmerkung: Es handelt sich um einen Sammelband, der alle sechs Einzelbände der Saga enthält.) und den geringen Tiefgang der meisten Figuren (abgesehen von Elric) erklären. Zudem ist die sprachliche Ausführung alles andere als übermäßig gehoben.
Andererseits ist Elric durchaus ein Antiheld, der einen für sich gewinnen kann, was den Erzählungen ein ganz eigenes Flair verleiht. Außerdem sollte man bedenken, dass es sich um eine Buchserie handelt, die Anfänge der heroischen Fantasy mit geprägt hat, und sich das Genre seither natürlich weiterentwickelt hat.
Zum Inhalt gibt es von meiner Seite kaum etwas zu sagen. Elric ist kein Herrscher, wie die Melnibonér ihn gerne hätten und wie wir uns einen typischen Herrscher vorstellen. Sein Leben wird von Verrat, Kampf und Abenteuer bestimmt - und besitzt eine ganz eigene Tragik, die u.a. den Untergang von Imrryr, der Träumenden Stadt, dem Herrschersitz Melnibonés mit herbeiführt ...

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10.12.2006

Die Jukebox IV

Holly Black: Die Spiderwick Geheimnisse
Mittlerweile gibt es "The Spiderwick Chronicles" der Schriftstellerin Holly Black und dem Zeichner Toni DiTerlizzi auch als Hörbücher. Alle fünf Bände wurden vertont und liegen in CD-Form vor - zu einem relativ günstigen Preis wie ich denke. Wer Interesse hat, auf der deutschen Spiderwick-Seite der Verlagsgruppe Random House findet man unter "Bücher" kleine Hörproben, die einen ersten Vorgeschmack auf die CDs liefern.

19:10 Veröffentlicht in » Gelesen | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken | Tags: Hörbuch

20.10.2006

Roald Dahl & Ilse Kleberger

Vor ein paar Tagen habe ich zufällig ein paar Bücher wiedergefunden, die ich mir als Kind sehr gerne habe vorlesen lassen: Aus "Sophiechen und der Riese" von Roald Dahl hat uns unsere Grundschullehrerin jeden Morgen ein Kapitel vorgelesen und daheim wurden mir die Oma-Bücher von Ilse Kleberger vorgelesen. Lustig woran man sich so erinnert, wenn man die Bücher plötzlich wieder in der Hand hält.

Roald Dahl

Der Autor von "Sophiechen und der Riese" dürfte vielen bekannt sein, vor allem durch bekanntere Bücher, die bereits verfilmt wurden, zum Beispiel "Matilda", "Hexen hexen" und "Charlie und die Schokoladenfabrik". Es gibt sogar eine sehr bunte, sehr witzige offizielle Webseite, die man unbedingt mal besuchen sollte: roalddahl.com

Ilse Kleberger
Die Potsdamer Schriftstellerin dürfte weniger bekannt sein. Ihre Oma-Bücher sind mittlerweile vergriffen und werden wohl nicht mehr aufgelegt, soweit ich das gesehen habe, sicher bin ich mir allerdings nicht. Für Kinder weniger interessant: sie hat u.a. auch Biographien über Käthe Kollwitz, Ernst Barlach und Albert Schweitzer geschrieben. Die Titel der Oma-Bücher lauten: Unsere Oma, Ferien mit Oma, Villa Oma, 2:0 für Oma & Spaß mit Oma.

18.10.2006

Wo die wilden Kerle wohnen

Maurice Sendak: Where the Wild Things are
Ein wundervolles Bilderbuch von 1963, mein Lieblingsbilderbuch. Die Handlung ist schnell erzählt: Max treibt Unfug. Er trägt ein Wolfskostüm und stellt soviel Unsinn an, dass seine Mutter ihn schließlich eingreift, ihn als ihr "Wild Thing" bezeichnet und kurzerhand ohne Abendessen ins Bett steckt. Doch anstatt zu schlafen, segelt Max lieber zu den anderen "Wild Things", die ihn schließlich zu ihrem König erklären. Von Heimweh und Hunger getrieben kehrt Max jedoch in sein Zimmer zurück. Und, oh Wunder, es gibt doch noch Abendessen ...

... was weniger bekannt ist, Metallicas gleichnamiger Song basiert auf eben diesem Bilderbuch, auch das Wild Thing aus dem Film "Labyrinth" ist eine Hommage an das Bilderbuch, ja, auch die Buffy-Folge mit eben diesem Titel spielt auf Sendaks Buch an und das sind nur ein paar Beispiele ...

... zu meiner Überraschung habe ich zudem herausgefunden, dass das Bilderbuch gerade verfilmt wird. Was ich davon halten soll, weiß ich allerdings noch nicht genau ...

09.10.2006

Die Jukebox III

Lausch - Phantastische Hörspiele
Hörbuch- und Hörspielfans aufgepasst: wenn Ihr mal etwas hören wollt, was sich ein wenig abseits des Mainstreams bewegt, dann seit Ihr bei Lausch absolut richtig ... Zum Beispiel, wenn Ihr etwas für die Abenteuer von Drizzt Do'Urden, dem berühmten Dunkelelfen und/oder für die Aufträge von Steven Caine, dem berüchtigen Auftragskiller übrig habt.

Also unbedingt mal auf der Webseite vorbeischauen und reinlauschen. Es lohnt sich ... und das nicht nur wegen der günstigen Preise. ;) 

19:45 Veröffentlicht in » Gelesen | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken | Tags: Hörbuch

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