18.10.2007

Der Sternwanderer

Nachdem "Wintersonnenwende" ja eine ziemliche Enttäuschung für mich war, war ich etwas skeptisch, was mich im Autokino erwarten würde, zumal ich nur eine grobe Ahnung vom Inhalt hatte: Ein junger Mann bricht in das verbotene Reich hinter der Mauer auf, um  seiner  Herzdame  als  Beweis seiner Liebe  den magischen Stern zu holen, der dort niedergestürzt ist. Klingt romantisch, phantastisch, abenteurlich und märchenhaft, aber das muss ja nicht unbedingt bedeuten, dass der Film auch gut ist.

Aber dieses Mal wurde ich sehr positiv überrascht, denn zwischen den beiden Filmen liegen nicht nur inhaltlich (logisch ;)), sondern auch qualitativ Welten.
Der Sternwanderer ist wirklich ein phantastischer Film, der diese Bezeichnung auch verdient, und in der Tat abenteuerlich sowie märchenhaft, mal nachdenklich, mal humorvoll und selbstverständlich seeehr romantisch.
Tja, und es ist doch wirklich gut, wenn man erst hinterher erfährt, dass auch diesem Film eine Buchvorlage zugrunde liegt, nämlich "Stardust" von Neil Gaiman.

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15.10.2007

Wintersonnenwende

In Ermangelung interessanterer Alternativen waren wir heute Nachmittag im Kino um uns die Jugenendbuchverfilmung "Wintersonnenwende" anzusehen. Kennt man die Buchreihe nicht und stellt keine großartigen Ansprüche, erwartet einen ein unterhaltsamer 0/8/15-Streifen, der keine großen Überraschungen bereithält, aber alles in allem ganz nett ist.

Bedauerlicherweise gehöre ich jedoch nicht zu der Sorte Kinogänger, die problemlos akzeptieren können, dass sich des  öfteren hinter dem Label "Buchverfilmung" kaum mehr als ein simpler Marketingschachzug verbirgt - vor allem dann nicht, wenn sie die Buchvorlage bereits seit ihrer Jugend kennen und mehrfach gelesen haben. Aus diesem Grund habe ich leider lediglich in meinem Kinosessel geseßen, um mich zu ärgern.

Mir ist durchaus bewusst, dass ein Film ein Medium ist, das mit anderen Kunstgriffen arbeitet als ein Buch und eine Romanvorlage aus verschiedenen Gründen sicher nie 1:1 abbilden will und kann, dass ist völlig in Ordnung. Wenn die Umsetzung stimmt, kann ich damit leben, dass der Buchinhalt auf eine grobe Grundhandlung eingedampft wird, und auch hier noch massive Änderungen vorgenommen werden, weil man eine Handlung von mehreren hundert Seiten einfach nicht problemlos in 120 Minuten unterbringen kann. (Wobei man schon nachdenklich wird, wenn man sich überlegt, dass die englische Taschenbuchausgabe von "Harry Potter und der Orden des Phönix" rund 950 Seiten umfasst, während meine deutsche Wintersonnenwende-Taschenbuchausgabe von 19hundert-irgendwas gerademal auf rund 250 Seiten kommt.) Ebenso kann ich nachvollziehen, dass man sich in einem Film aus ähnlichen Gründen (z.B. Marketingstrategien, Filmlänge etc.) auf die wichtigsten Charaktere beschränkt oder beim Alter (auch wenn sich die Autorin bei der Alterswahl ihres Helden möglicherweise etwas gedacht hat ;)), seinem Erscheinungsbild und seiner Charakterisierung ein wenig schummelt.           

Mir ist allerdings schleierhaft, weshalb es eine moderne filmische Umsetzung notwenig macht, beispielsweise eine bestimmte Familiensituation komplett umzuändern. Worin besteht die Notwendigkeit aus einem walisischen Juwelier einen aus Amerika eingewanderten Physiklehrer zu machen, der irgendwann einmal an einer physikalischen These zum Thema "Licht vs. Dunkel" gearbeitet hat, ohne das diese Einfügung innerhalb des Films sonderlich bedeutsam ist? Genausowenig kann ich nachvollziehen weshalb aus einem erstgeborenen, im Säuglingsalter verstorbenen Bruder, plötzlich ein entführter Zwillig gemacht wird, der am Ende putzmunter zu seiner Familie zurückkehrt.
Der Film ist durchzogen von derartigen Fügungen und Wendungen, und ich frage mich ehrlich gesagt, warum man, abgesehen vom bereits angesprochenen Marketingaspekt, überhaupt eine Buchverfilmung macht, wenn man lediglich ein paar Versatzstücke aus der Vorlage aufgreift und ansonsten - arg überspitzt gesagt - macht was man will. Vom Charm der Buchreihe ist im Film dadurch nichts zu spüren. Und dass Susan Cooper Elemente der Artus-Sage und der keltischen Mythologie in ihrer Buchreihe aufgreift, merkt man schon gar nicht.

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17.07.2007

The World of Brackenwood

Brackenwood, ein Wald voller liebenswerter und erstaunlicher Bewohner. Die Geschichte dieser einzigartigen Kreaturen wird von Adam Phillips in liebevollen Bildern erzählt. In verschiedenen Episoden, die man sich als Flash-Filmchen auf seiner Webseite ansehen kann, führt er einen tief in die Welt des Brackenwood hinein.

Einfach süüüß ...

12.11.2006

Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders

Gestern Abend war ich im Anderen Kino und habe mir die Verfilmung des Süskind Bestsellers "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" angesehen. Dazu sei gesagt, ich habe den Roman bisher nicht gelesen.

Zum Inhalt:
Jean-Baptiste Grenouille wird auf dem Pariser Fischmarkt geboren. Seine Mutter, eine Fischhändlerin, hält ihn wie ihre früheren Geburten für eine Fehl-/Totgeburt und beachtet ihn nicht weiter. Doch Grenouille stirbt nicht, stattdessen bringt sein erster Schrei seine Mutter als Kindsmörderin an den Galgen und ihn ins Waisenhaus. Gefühle wie Liebe und Zuneigung werden ihm jedoch nirgendwo entgegen gebracht, stattdessen stößt er überall auf Ablehnung. Sein unglaublicher Geruchssinn, eine einzigartige Gabe, wird sein ganzer "Lebenszweck".
Vom Waisenhaus gelangt er zu einem Gerber. Während eines Auftrags in der Stadt begegnet er dem wundervoll duftenden Mirabellen-Mädchen, welches er aufgrund unglücklicher Umstände tötet. Jean-Baptiste Grenouille ist verzweifelt, als er ihren sich verflüchtigenden Duft nicht  festhalten kann und kennt fortan nur noch ein Ziel - er will lernen, wie man Düfte beständig festhalten kann. Und tatsächlich, dank einer glücklichen Fügung wird er Geselle des Parfumeurs Baldini.
Doch bald kann auch der Parfumeur seinem Gesellen nichts mehr beibringen und so zieht dieser nach Grasse, wo er endlich eine Antwort auf die Frage, wie man jeden beliebigen Duft konservieren kann, zu finden hofft. Als er auf seinem Weg durch die Einsamkeit erkennt, dass er selbst keinen Eigengeruch besitzt, worin die allseitige Ablehnung ihm gegenüber begründet ist, wandelt sich seine Obsession. Fortan besteht sein Ziel darin, ein Parfum zu entwickeln, welches ihm zu Macht und Anerkennung in der Gesellschaft, die ihn bisher als Nichts betrachtet, verhilft.

Der Film kommt in opulenten Bildern prachtvoller und schmutziger Szenen und mit einigen guten Schauspielerleistungen daher. Mich haben vor allem Ben Whishaw als Grenouille und Dustin Hoffmann als Baldini überzeugt, ebenfalls nett anzusehen war Karoline Herfurth als Mirabellen-Mädchen. Alan Rickmann als Kaufmann Richis war dagegen eher eine Enttäuschung - und Rachel Hurd Wood als Richis Tochter Laura gab lediglich ein ziemlich blasses und reichlich nerviges kindlich-naives Bild ab.

Der Film selbst wirkt im großen und ganzen glaubwürdig, gegen Ende kratzen aber leider einige logische Patzer sowie der extrem überzogen und unrealistisch daherkommende Schlussteil an dieser Glaubwürdigkeit.
Beispiele:
Wie gelingt es Grenouille z.B. Richis und seiner Tochter, die zu Pferd unterwegs sind und zudem reiten als wäre der Teufel persönlich hinter ihnen her, zu Fuß zu folgen? Die beiden erreichen ihr Übernachtungsziel noch im Hellen, ihr Verfolger nur ein paar Stunden später nach Einbruch der Dunkelheit.
Oder eine andere Frage, wo hat er nach Lauras Ermordung auf einmal seine ganzen Gefäße und Destillierkolben her, wo er doch nur mit einer einfachen Tasche ausgestattet zur "Jagd" aufgebrochen ist?
Na ja, und dann ist da natürlich noch die gewaltige Betörungsszene, als er eigentlich hingerichtet werden soll ... Keine Ahnung wie ein paar winzige Tropfen Parfum ganze Menschenmassen derart narrisch machen sollen, nur weil da ein- oder zweimal ein weißes mit Parfum betreufeltes Tüchlein hin und her gewedelt wird ...

Alles in allem war der Film nett anzusehen, unterhaltsam und bis auf den Schlussteil auch relativ gut gemacht. (Grenouilles Rückweg nach Paris, der auf die geplatzte Hinrichtung in Grasse folgt, wird ziemlich lieblos eingebaut - man muss ja zum Ende kommen. Jean-Baptistes endgültiges Ende auf dem Pariser Fischmarkt rettet da auch nichts mehr.)
Nun gut, ich weiß nicht, wie Kenner des Buches denken, aber ich schaue demnächst doch lieber in den Roman, anstatt mir den Streifen ein zweites Mal anzusehen.

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10.10.2006

Die Reise der Pinguine

Seit ich im März erstmals ernsthaft im TV eine Doku über Pinguine gesehen habe, bin ich von diesen Tieren fasziniert. Leider habe ich es nicht geschafft "Die Reise der Pinguine" im Kino zu sehen, aber dafür habe ich mir jetzt die DVD zugelegt, denn der Film fasziniert durch atemberaubende Aufnahmen und traumhaft schöne Musik.

Ich empfehle allerdings jedem sich die Doppel-DVD zu zulegen, da sie zum einen die deutsche Kinofassung der Dokumentation enthält, aber auch noch eine zweite Fassung. Warum? Und worin besteht der Unterschied? Nun, die deutschen Film-Kritiker haben hauptsächlich folgendes an Luc Jacquets Dokumentation bemängelt:

In der ersten Fassung, also der deutschen Kinofassung, wird, dadurch, dass die Pinguine sprechen, der Eindruck erweckt, es handele sich um einen Kinderfilm. Die zweite Fassung berücksichtigt diesen Kritikpunkt und verzichtet auf Spracheinlagen, abgesehen von einem Sprecher, der durch den Film führt.

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22.09.2006

Das Mädchen aus dem Wasser

Für Kinobesuche bleibt mir im Augenblick nicht so viel Zeit, deshalb gibt es in dieser Kategorie nach wie vor nicht viel zu lesen. Aber immerhin, vor Kurzem habe ich "Das Mädchen aus dem Wasser" gesehen. M. Night Shyamalan hat damit eine Gute-Nacht-Geschichte verfilmt, die er seinen Kindern zum Besten gegeben hat.

Zum Inhalt: Cleveland Heep ist Hausmeister in einer Wohnanlage und führt ein bescheidenes, zurückgezogenes Leben. Als die mysteriöse, unbekannte Story jedoch eines Nachts dem Pool der Anlage entsteigt, wird Clevelands Leben ganz unerwartet durcheinandergewirbelt, denn Story ist kein Mensch, sondern eine Gesandte aus der Blauen Welt, die eine wichtige Botschaft überbringen soll. Wem genau sie diese Botschaft überbringen soll, weiß sie allerdings nicht und so erklärt Cleveland sich bereit ihr zu helfen. Gleichzeitig wird er zu Storys Beschützer, denn die zurückhaltende Schönheit aus der fremden Welt wird von einem finsteren Wesen, einem sogenannten Narf, verfolgt.

Die Kritiken sind sich ziemlich uneins, was "Das Mädchen aus dem Wasser" anbelangt. Der Film polarisiert offenbar sehr stark, was das Meinungsbild angeht. Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht, einen Weg in der Mitte scheint es für die Wenigsten zu geben. Persönlich stimme ich mit den Kritikern darin überein, dass dieser Film sicher nicht zu Shyamalans größten Glanzleistungen zählt. Es ist ihm z.B. nicht gelungen den mythischen Hintergrund seiner Gute-Nacht-Geschichte überzeugend und hinreichend auszubauen und den zahlreichen Figuren genügend Tiefgang zu verleihen. Zudem wird dem Film das Ende quasi schon zu Anfang vorweg genommen, was dazuführt, dass den Zuschauer ganz zum Schluß keine wirkliche Überraschung erwartet ...

... doch nicht alles ist negativ zu sehen. Persönlich hat mir der Film durchaus gefallen. Meine Erwartung eines poetischen Märchens wurde erfüllt und unter diesem Aspekt kann ich logische Ungereimtheiten und unaufgelöste Fragen getrost dem Bereich des Märchenhaften überlassen. Das Setting, eine mehr oder weniger moderne Wohnanlage mit Pool, mag nicht nach jedermanns Geschmack sein, war für mich aber mal was anderes, als die städtische, alligatorverseuchte Kanalisation, das sturmgepeitschte Meer oder der geheimnisumwitterte Waldsee. Und auch wenn Shyamalan einigen Figuren ruhig mehr Aufmerksamkeit hätte schenken können, der Film hat Atmosphäre und enthält genügend witzige, sehenswerte und gelungene (Einzel-)Szenen.

16:10 Veröffentlicht in » Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken | Tags: Kino

12.08.2006

3 x Kino

Ich merke gerade, dass ich die Kategorie sträflich vernachlässigt habe. Zwar habe ich nicht alle Filme gesehen, die auf meiner kleinen "Cinema 2006"-Liste stehen, aber zumindest drei davon habe ich mir angeschaut:

Die Geisha
Opulentes Gefühls- und Farbenkino. Vom Flair her sehr schön, basierend auf einem Roman von Arthur Golden. Man muss sich aber auf jeden Fall bewusst machen, dass der Film die Realität sehr stark verklärt und auch wenn er biographische Züge aufweist, keine echte Biograhie ist.

Brokeback Mountain
Tja, was soll ich zu diesem Film sagen? Wurde schon so viel drüber geredet. Nun, er ist einfach gut, hat mich sehr beeidruckt und die Auszeichnungen, die er erhalten hat, hat er zu Recht bekommen, wie ich finde. Und was auch immer geredet wurde/wird, für mich erzählt der Film in erster Linie eine tragische, leidenschaftliche Liebesgeschichte.

Fluch der Karibik II
Öhm ja, Teil zwei von drei. Mal wieder voller Gags, die man, je nach Geschmack, als lustig empfinden kann oder nicht.
Meiner Meinung nach kommt Teil zwei nicht an Teil eins heran. Die Handlung ist recht dünn, die meisten Charaktere sind bekannt und reagieren erwartungsgemäß. Und dann kommt noch hinzu, dass der Film erst mit Teil drei richtig abgeschlossen ist. Nun ja. Insgesamt pures Unterhaltungskino und unter diesem Gesichtspunkt auch sehr gut gelungen. Man darf halt seine Erwartungen nicht zu hoch stecken, dann wird man gut unterhalten, einfach nett zum Abschalten und Spaß haben.

15.01.2006

Cinema 2006

Stöbere gerade bei filmstarts.de und seh mir an, was so 2006 in unseren Kinos laufen soll/wird. Ein paar evtl. ganz nette/interessante Filme seien hier einfach mal vorgemerkt:

Oliver Twist

Gestern im Kino gesehen: Roman Polanskis Verflimung des Klassikers von Charles. Vorweg sei gesagt, ich habe die Romanvorlage bisher nicht gelesen, kann daher nicht beurteilen in wieweit sich der Film an die Vorlage hält. Alles in allem hat mir der Besuch im Kino jedenfalls gefallen. Die Hauptfiguren überzeugen und das Geschehen wird stark von dem Kontrast zwischen Arm und Reich dominiert.

Zum Inhalt: Oliver ist ein Waisenjunge, der im Alter von 9 Jahren zusammen mit anderen Waisenkindern als billige Arbeistkraft unter schlechtesten Bedingungen ausgebeutet wird. Als er zum Gehilfen des örtlichen Leichenbestatters wird, scheint sich Olivers Situation etwas zu bessern. Ein Zwist mit dem Lehrling des Bestatters führt jedoch dazu, dass Oliver ungerecht behandelt wird und kurzentschlossen das Weite sucht.
Sein Weg führt ihn nach London. Dort schließt sich Oliver einer jungen Diebesbande an, die von dem verschlagenen, alten Fagin "beschützt" wird. Auch Oliver lernt nun wie man sich an fremder Leute Taschen bedient. Bei seinem ersten "Fischzug" geht jedoch etwas schief und Oliver gerät unschuldig in die Fänge der Behörden. Ein gutherziger Gentleman nimmt sich glücklicherweise seiner an und nimmt ihn bei sich auf, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen.
Fagin und der skrupellose Bill Sykes wollen Olivers Glück allerdings wieder zerstören und den Jungen zurückholen, da sie fürchten von ihm verraten zu werden ...

Mich persönlich hat vor allem Ben Kingsley in der Rolle des Fagin überzeugt, gefallen hat mir auch die Schilderung von Sykes Schicksal. Darüberhinaus sind die Bilder, die der Film malt, gut gelungen und ich denke, die Epoche und Zeit der Industrialisierung , in der die handlung angesidelt ist, wird gut wiedergespiegelt.

Die Alterfreigabe (ab 6 Jahre) wundert mich allerdings. Der Film ist recht düster gehalten und trotz tragikomischer Akzente handelt sich eher um ein gesellschaftskritisches Werk, als um einen Kinderfilm; besonders da so wohl die seelischen als auch die körperlichen Grausamkeiten, unter denen die Figuren zu leiden haben oder die sie ausüben, sehr überzeugend dargestellt werden.

14:45 Veröffentlicht in » Gesehen | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken | Tags: Kino

23.10.2005

Gregory Crewdson. 1985–2005.

Gestern waren wir im Kunstverein Hannover und haben uns dort eine Fotoausstellung mit Arbeiten von Gregory Crewdson angesehen. Was man zu dort sehen bekam, war schon ziemlich beeindruckend. Die Bilder erzählen richtige kleine Geschichten, sodass man sich einfach davorstellen und frei darauflos phantasieren kann. Meist ist mehr als eine Lösung erlaubt und sogar erwünscht, würde ich sagen. ;)

Informativ und beeindruckend zugleich war auch die kleine Videopräsentation zum Künstler und seinem Werk. Kaum vorstellbar aber wahr: Crewdson arbeitet praktisch mit dem Aufwand einer kleinen Filmproduktion, hat ein Team aus circa 60 Leuten, bestehend aus Beleuchtern, Maskenbildnern usw., um sich geschart. Für seine Bilder werden schon einmal ganze Straßenzüge gesperrt und zu einem aufwendigen Set umgestalltet oder baufällige Häuser mit städtischer Genehmigung für eine einzige Photographie angesteckt und effektvoll abgebrannt.

Wer neugierig geworden ist, sollte schleunigst im Kunstverein Hannover vorbeischauen, die Austellung läuft noch bis zum 30ten Oktober. Mehr Informationen findet man auf folgender Webseite:

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