31.07.2009

Brettspiel: Jamaica

Das Piraten-Thema ist ja seit "Fluch der Karibik" wieder ziemlich in und mittlerweile auch im Bereich der Spiele sehr stark verteten (s. Einauge sei wachsem, Munchkin Freibeuter, ...). Ähnlich wie in Flinke Feger liefern sich in diesem Spiel 2 bis 6 Spieler rund um Jamaica ein spannendes Wettsegeln - Gewinner ist selbstverständlich derjenige, der am Ende die meisten Golddublonen besitzt!

Allerdings ist es gar nicht so einfach ans Ziel zu gelangen. In Piratennestern warten Schätze auf einen, die man plündern kann, wenn man sie als Erster erreicht, andernfalls geht man leer aus. Auf anderen Meeresfeldern muss man Aufgaben erfüllen, was in erster Linie bedeutet, dass man Proviant über Bord werfen oder auf dem Hafenfeld Dublonen zahlen muss. Und zu guter Letzt sind da schließlich auch noch die Seeschlachten, die einen erwarten, wenn man auf Felder zieht, die bereits von Schiffen anderer Mitspieler belegt sind...

Mein Fazit: Jamaica ist ein lustiges Familienspiel, welches zunächst einmal durch sein unheimlich tolles, wunderschön gestaltetes Spielmaterial besticht. Der Karton gleicht z.B. einer Schatztruhe in der einem, wenn man sie öffnet, ein Haufen Golddublonen entgegenblinkt. Bei näherer Berachtung stellt sich heraus, dass man die Spielanleitung vor sich hat, welche, wenn man sie entfaltet, einer Schatzkarte gleicht - rein optisch eine schöne Idee, leider in der Handhabung nicht sooo optimal. Den meisten Spielspaß hat man in Runden mit 3 bis 4 Spielern. Die Spielvariante für 2 Personen ist ok (macht aber etwas weniger Spaß) und bei 5 bzw. 6 Spielern kann es halt schneller mal vorkommen, dass man ein bisschen den Überblick verliert.

Verlag: GameWorks
Autor: Malcolm Braff, Bruno Cathala und Sébastien Pauchon
Spielerzahl: 2-6 Personen
Alter: Ab 8 Jahre
Material: 66 Aktionskarten, 80 Golddublonen, 45 Proviant-Chips, 45 Schießpulver-Chips, 9 Schatz-Chips, 12 Schatzkarten, 1 Kompass, 2 Aktionswürfel, 1 Schlachtwürfel, 6 Schiffe, 6 Laderaumtafeln und 1 Spielanleitung
Spieldauer: Ca. 45-60 Minuten
Preis: Ca. 30 Euro

24.07.2009

Brettspiel: Flinke Feger

Inspirationsquelle für dieses Spiel war angeblich das Quidditch-Spiel aus Harry Potter. Herausgekommen ist ein rasantes Hexenbesenwettrennen für 2 bis 6 kleine und große Hexen. Dabei gilt es so schnell wie möglich über die Ziellinie zu fliegen und nebenbei durch trickreiche Flugmanöver zusätzliche Siegpunkte zu ergattern oder gegnerische Hexen auszubremsen. Dazu müssen die Spieler in jeder Runde Zauberformeln sprechen, die ihre Besen vorwärts bewegen. Doch dies ist nicht so einfach, denn fehlerhafte Formeln sind äußerst ärgerlich. Perfekte, sprich vollständige Zauberformeln sorgen hingegen für Boni, die den eigenen Besen noch schneller fliegen lassen oder einem nützliche Magiekarten einbringen.

Der Spielablauf ist eigentlich recht simpel: Der langsamste Spieler würfelt und lässt die Würfel in das offene Zauberbuch fallen. Nun versucht jeder Spieler so schnell wie möglich eine (orange oder schwarze) Zauberformel aus den Würfelsymbolen abzulesen. Hat jemand eine Formel entdeckt, schlägt er den Buchdeckel um, sodass die Würfel nicht mehr zu sehen sind. Anschließend legen alle verdeckt ihre Zauberformeln, dann wird überprüft wer richtig liegt oder Fehler gemacht hat. Fliegt die erste Hexe durchs Ziel, endet das Spiel und alle Spieler zählen ihre Punkte. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt das Spiel - dies muss aber nicht unbedingt derjenige sein, der die Zielline überquert hat. Auch etwas weiter zurückliegende Spieler können gewinnen, sofern sie ausreichend Siegpunkte in Form von entsprechenden Magiekarten gesammelt haben.

Mein Fazit: Eines meiner derzeitigen Lieblingsspiele. Es ist lustig, schnell erlernt und trainiert ganz nebenher noch Konzentration, Wahrnehmung und Merkfähigkeit.

Verlag: Pro Ludo
Autor: Bruno Cathala und Serge Laget
Spielerzahl: 2-6 Personen
Alter: Ab 8 Jahre
Material: 1 Zauberbuch, 26 Spielplankarten, 6 Miniatur-Hexen, 1 Verwünschungsmarker, 9 Zauberformel-Würfel, 6 Sets mit jeweils 9 Zauberformel-Karten, 27 Magie-Karten und 1 Spielanleitung
Spieldauer: Ca. 30 Minuten
Preis: Ca. 20-25 Euro

17.07.2009

Brettspiele: Tortuga

Tortuga könnte durchaus mein neuer Liebling unter den Brettspielen werden, allein schon aufgrund des schönen Spielmaterials: Die Figuren bestehen aus Holz, das Spielbrett und der Aufbewahrungsbeutel für die Figuren sind aus bedrucktem Leinen und die ungewöhnliche Spielverpackung ist aus Bambus (jedenfalls, wenn man sich die Deluxe-Version gegönnt hat).

Das Spielziel ist einfach: Gewonnen hat, wem es gelingt eine seiner eigenen Schildkröten auf den gegnerischen Strand zu ziehen. Dies erreicht man, indem man die gegnerischen Schildkröten austrickst und "neutralisiert". Aber Achtung, geschickte Gegner können fremde Schildkröten dazu bringen, die Seiten zu wechseln...

Neugierig geworden? HIER findet ihr eine anschauliche Videoreview.

27.06.2009

Brettspiele: Der Name der Rose

Die Spielidee basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage. William von Baskerville und sein Adlatus Adson werden in einer abgelegenen Abtei Zeugen unheimlicher Begebenheiten und müssen innerhalb von sieben Tagen eine Reihe blutiger Todesfälle aufklären. Jeder Spieler schlüpft derweil in die Rolle eines verdächtigen Mönches, welchen er so unauffällig bzw. unverdächtig wie möglich durchs Spiel bringen muss. Während die Mönche ihren täglichen Pflichten und Aufgaben nachkommen, untersuchen William und Adson die Morde.

Fazit: Das Spiel macht vor allem dann Spaß, wenn man mindestens zu dritt spielt bzw. alle Rollen vergeben sind. Geschicktes Bluffen und unauffälliges Ziehen der einzelnen Figuren ist ebenso gefragt wie gutes Kombinieren, eine gute Beobachtungsgabe kann da sehr von Vorteil sind. Das Spiel selbst ist sehr schön gestaltet und erzeugt durchaus eine passende Atmosphäre. Für clevere Taktiker auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

Verlag: Ravensburger
Autor: Stefan Feld
Spielerzahl: 2-5 Personen
Alter: Ab 8 Jahre
Material: 1 Spielplan, 66 Spielkarten, 1 Stanztafel mit Aufgabenplättchen etc, 8 Spielfiguren, 13 Spielsteine und 1 Spielanleitung
Spieldauer: Ca. 60-90 Minuten
Preis: Ca. 25 Euro

08.01.2008

Auch 2008 ...

... wird wieder fleißig gebastelt.

Soap Dish

Und aus eben diesem Grund entstand gestern Abend eine kleine runde Seifenschale aus roten Fimoresten und roten Glasnuggets. Für den ersten Versuch finde ich sie recht gut gelungen, allerdings muss ich noch ein wenig herum experimentieren, wie man die Glasnuggets optimal einsetzt.

Nun denn, außerdem habe ich noch ein paar Spielfiguren, die ich endlich vorzeigen möchte. Bemalt habe ich sie zwar schon Mitte/Ende November 2007, aber da sie Bestandteil eines Weihnachtsgeschenks waren, kann ich das Bild erst  jetzt einstellen. Die 5 Figuren gehören übrigens zu dem Brettspiel The Fury of Dracula aus dem Hause Fantasy Flight Games.

The Fury of Dracula

05.01.2008

Brettspiele: Fury of Dracula

Der Spielablauf ähnelt dem von "Scotland Yard". Insgesamt vier Jäger verfolgen Draculas Spur durch ganz Europa - ihr Ziel: Dracula an der Erschaffung eines neuen Vampirregiments zu hindern und ihn endgültig zu vernichten. Doch die Zeit drängt und die Jagd gestaltet sich nicht immer einfach, denn Dracula legt seinen Verfolgern so manches Hindernis in den Weg.

06.05.2007

Brettspiele: Arkham Horror

Das Brettspiel Arkham Horror stammt, ebenso wie Der Eiserne Thron, aus dem Hause Fantasy Flight Games. das Spielsetting ist im Cthulhu-Universum von H. P. Lovecraft angesiedelt, weshalb es nur so vor Dämonen und schrägen Gestalten wimmelt.

Das Spiel selber ist sehr umfangreich und enthält ziemlich viel Spielmaterial, welches von angemessener Qualität ist. Das Ziel des Spiels besteht, grob gesagt, darin, die Tore, die von den düsteren Sphären der Dämonen in unsere Welt führen, möglichst rasch zu verschließen, denn durch diese Zugänge kommen in regelmäßigen Abständen scheußliche Kreaturen nach Arkham, die dann die Straßen der Stadt bevölkern. Umgekehrt besteht außerdem die Gefahr, dass man als Spieler in die Dimensionen der Dämonen hineingezogen wird.

Von anderen Brettspielen hebt sich Arkham Horror dadurch ab, dass alle Spieler zusammen spielen müssen, um das Spielziel zu erreichen und das Erscheinen eines Großen Alten zu verhindern, der nach Arkham kommt, sollten die Tore nicht rechtzeitig geschlossen werden. Aus diesem Grund ist es für gewöhnlich besser, zu mehreren zu spielen, obwohl man sich der Bedrohung prinzipiell auch alleine, sprich als einzelspieler, stellen kann ...

21.10.2006

Online: BrettspielWelt

Man würde gerne ein bestimmtes Spiel spielen, aber es fehlen einem leider Mitspieler - diese Situation kennt vermutlich jeder. Die BrettspielWelt bietet da eine gute Alternative, denn sie bietet die Möglichkeit via Internet diverse Brettspiele zu spielen und und auf diesem Weg Mitspieler zu finden. Die Community ist mittlerweile recht groß und die Auswahl der spielbaren Brettspiele wächst stetig. Wer teilnehmen möchte muss sich lediglich kostenlos registrieren (Vorteil: Der Nick ist geschützt und man hat Zugriff auf alle Kommandos), den Spielemanager downloaden und installieren - und schon kann es losgehen.

Nun ja, was heißt schon? Für meinen Geschmack ist die BrettspielWelt am Anfang etwas verwirrend, aber: Das Portal bietet ein großes FAQ, ein Wiki und im Spielemanager hat man natürlich die Möglichkeit eine Online-Hilfe aufzurufen oder im Chat nach Hilfe zu fragen sowie um einen Tutor zu bitten.

Neben der reinen Spieleplattform bietet die BrettspielWelt auch noch weitere zusätzliche Features, z.B. Gilden, Events usw. ... Diese Dinge sollte aber jeder für sich erkunden, sofern sie ihn interessieren, denn all diese Dinge machen das Portal, meiner Meinung nach, ziemlich unübersichtlich. (Und ich persönlich kann sehr gut darauf verzichten.) By the way: Falls Euch im Spielemanager zufälligerweie mal eine Story über den Weg laufen sollte, dass ist Meinereiner. ;)

11.10.2006

Brettspiele: Der Eiserne Thron

Eigentlich bin ich alles als eine große Strategin, dementsprechend bereitet mir diese Art von Spielen in der Regel einiges an Kopfzerbrechen, auch wenn ich durchaus Freude daran habe. Mit "Der Eiserne Thron" geht es mir da kaum anders, dennoch fesselt mich dieses Spiel von der ersten bis zur letzten Runde.

Fans der Romanreihe "Ein Lied von Eis und Feuer" haben, sofern sie diesen Blogeintrag lesen, sicher mittlerweile mitbegommen, dass es sich nicht um irgendeinen, sondern um DEN Eisernen Thron handelt. Genau, das Brettspiel führt einen mitten hinein in das kriegerische Ränkespiel von Westeros.
Jeder Spieler handelt stellvertretend für eines von fünf großen Häusern und zieht folglich entweder für die Starks, Baratheons, Lannisters, Greyjoys oder die Tyrells in die Schlacht um den Eisernen Thron.
Sieger ist, wer als erstes 7 Städte eingenommen hat oder am Ende von 10 Spielrunden die meisten Städte besitzt. Klingt einfach? Ist es aber nicht. Man muss sich schließlich nicht nur mit seinen Widersachern auseinandersetzen, sondern  z.B. auch auf unliebsame Ereignisse, wie einen Angriff der Wildlinge, vorbereitet sein ...

Wer jetzt neugierig geworden ist, am Ende meines Beitrags poste ich den Link zu einer recht gelungen Spielvorstellung, der ich eigentlich nichts hinzuzufügen habe. Darüber hinaus sei angemerkt: zusätzlich zum Hauptspiel gibt es mittlerweile zwei Erweiterungen. Die Erste ist hierzulande unter dem Titel "Der Eiserne Thron: Thronkriege" erhältlich, die Zweite (Game of Thrones: Storm of Swords) ist bei uns bisher noch nicht erschienen.

04.05.2006

Brettspiele: Mancala

Hierzulande sind die Mancala-Spiele unter der Bezeichnung "Bohnenspiele" bekannt. Es handelt sich um eine besondere Form von Brettspielen (Meist für 2 Personen.), die vor allem in Afrika und Asien weit verbreitet sind. Typisch für alle Spiele dieser Art ist, dass die verwendeten Spielsteine (Steine, Bohnen, Murmeln, Perlen, Muscheln et cetera pp) in verschiedene Mulden/Gruben oder Schalen umverteilt werden müssen.

Ein bekanntes Spiel der Mancala-Familie ist das sogenannte Kalaha. Eine in Deutschland gängige Variante nennt sich Bohn(en)duell. Wer sich gerne einmal online darin üben möchte, kann dies z.B. auf der BrettspielWelt tun.

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