07.11.2009

Tord Gustavsen Ensemble

Gleich vorweg, um ganz ehrlich zu sein: Das letzte Konzert, dass wir uns in diesem Jahr bei Enjoy Jazz in der Alten Feuerwache angehört haben, hat mir so zum Abschluss nicht so wirklich gefallen. Das hat allerdings eher weniger mit der Musik von Tord Gustavsen zu tun, die fand ich eigentlich ganz in Ordnung, auch wenn sie mich nicht gerade vom Hocker gehauen hat. Es hätte ab und an ruhig mal ein paar flottere Stücke geben können, aber sonst... nett.

Unangenehm hingegen war a) die Tatsache, dass die Feuerwache bei diesem Konzert über die gesamte Saallänge bestuhlt war, b) die Bestuhlung b) extrem eng stand und c) dass das Publikum heute Abend ausgesprochen unruhig war, was sehr gestört hat. Ständig wurde irgendwo getuschelt, immer wieder mussten sich Leute zur Bar durchkämpfen um leere Gläser zurückzubringen und volle zu holen und immer wieder wurden Gläser umgestoßen. Darunter litt dann auch leider die Atmosphäre im Saal und man konnte sich nicht völlig auf die Musik einlassen. Schade.

05.11.2009

Samsas Traum

Gestern Nacht waren wir im Frankfurter Batschkapp zu Besuch, um das Konzert von Samsas Traum zu hören. Ich persönlich war, ich gebe es zu, am Anfang arg skeptisch - immerhin ist die Musik von Alexander Kaschte nicht unbedingt nach jedermans Geschmack. Und (abgesehen von den Sachen auf dem a.Ura-Album) kannte ich bis dato nicht sehr viele Stücke von Samsas Traum.

Was soll ich sagen, mittlerweile höre ich mich durch sämtliche Alben, die meine bessere Hälfte so hat - sprich alle - und kann kaum afhören. Das Konzert selbst fand ich ejdenfalls einfach genial. Ok, auf die Vorbänd hätte ich verzichten können, aber gut. Die Stimmung war super, Alexander Kaschte überraschend sympathisch und die Musik mitreißend.

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01.11.2009

Richard Bona

Das vorletzte Konzert, das ich heute im Rahmen von Enjoy Jazz besucht habe, war von Richard Bona. Besonders beeindruckend fand ich den musikalischen Werdegang des Jazz-Bassisten aus Kamerun...

...und seine lockere Art mit dem Publikum umzugehen und auf der Bühne Späße zu machen. Die Stimmung im Konzertsaal war jedenfalls riesig - und auch wenn ich Musik dieser Art sonst eher weniger höre, so konnte ich kaum ruhig auf meinem Platz sitzen.

30.10.2009

The Dubliners

Wer weiß wie lange es die Dubliners noch gibt, da muss man jede Gelegenheit nutzen, um noch einmal ein ihrer Auftritte live mitzuerleben. Wir haben es jedenfalls getan und das Konzert in Taunusstein (organisiert vom ortsansässigen Folkclub) besucht. Oh Mann, die Herren sind ja echt nicht mehr die Jüngsten, aber trotzdem noch munter auf der Bühne dabei. Urgestein des Irish Folk. Klar, die Musik war schon sehr traditionell, typisch Dubliners eben, aber so hatte auch jeder die Chance mitzusingen.

Sehr sympathisch fand ich, dass im Hintergrund die ganze Zeit über Fotos aus der gesamten Bandgeschichte gezeigt wurden. Da waren ein paar echt herrliche Aufnahmen dabei. Ebenfalls schön: Um verstorbener Bandmitgleider zu gedenken, wurden von Seán Cannon zwischendurch selbstgedichtete Poems vorgetragen.

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26.10.2009

Bill Frisell 858 Quartet

Der heutige Auftritt von Bill Frisell war für mich das bisher jazzigste Konzert, das ich im Rahmen von Enjoy Jazz besucht habe. Da ich selbst nicht so häufig Jazz höre, hatte ich meinen Spaß. Einige Sachen waren mir etwas zu experimentell und dissonant, aber die eher klassischen Jazzstücke gefielen mir sehr gut. Ein netter Abend.

15.10.2009

Ryuichi Sakamoto

Heute trat der japanische Komponist Ryuichi Sakamoto im Rahmen von Enjoy Jazz in der Stadthalle Heidelberg auf. Dem einen oder anderen dürfte er als Filmkomponist ein Begriff sein, die Musik von "Little Buddha" stammt beispielsweise aus seiner Feder.

Alles in allem war das Konzert für mich ein spannendes Erlebnis. Einige Stücke waren mir und zu ruhig, zu ätherisch, aber es gab auch schnellere Sachen, die mir sehr zugesagt haben und auch ein paar langsame Stücke haben mir sehr gefallen. Eine interessante Erfahrung war es allemal.

13.10.2009

Cyminology

Im Rahmen von Enjoy Jazz waren wir heute Abend in der Alten Feuerwache und haben uns das Konzert von Cyminology angehört. Interessant, die Formation aus Berlin bringt Lyrik alter persichser Poeten auf die Bühne. Sympathisch fand ich persönlich vor allem, dass die Sängerin immer wieder Textpassagen übersetzt hat, sodass man auch einen kleinen Einblick in den Inhalt der vertonten Gedichte erhalten hat.

14.11.2008

Trygve Seim/Frode Haltli Duo

Gestern Abend waren wir zum letzten Mal bei Enjoy Jazz und haben uns das letzte in Mannheim stattfindende Konzert angehört, wieder in der Schlosskirche. Auftraten der Saxophonist Trygve Seim und der Akkordeonspieler Frode Haltli. Akkordeon und Saxophon eine ungewöhnliche, aber interessante und sehr spannende Kombination. Das Publikum war begeistert - und wir auch.

10.11.2008

Garth Knox & Agnès Vesterman

Am vergangenen Samstag waren wir mal wieder bei Enjoy Jazz, dieses mal in der Schlosskirche Mannheim. Es traten auf: Garth Knox, ein irischer Bratschist und Agnès Vesterman, eine französische Cellistin.

An diesem Abend spielte Knox fast ausschließlich auf einer Viola d'amore, einer "barocken Siebensiterin" wie es im Informationsflyer so schön heißt. Die Musik war ausgesprochen abwechslungsreich und natürlich eher klassisch orieniert. Anfangs war's mir zu ruhig, aber bald schon war ich begeistert, vor allem, als Knox begann sehr experimentelle Stücke vorzutragen, beispielsweise ein Stück namens 9 Fingers bei dem er ausschließlich mit den Fingern spielte, sprich beispielsweise Saiten zupfte oder auf den Klangkörper klopfte ...

... am Ende war ich wirklich sehr begeistert und muss sagen, dass ich am Samstag einen sehr schönen Abend erlebt habe.

03.11.2008

Holly Cole singt Tom Waits

Noch mehr Enjoy Jazz: Gestern Abend trat Holly Cole in der Alten Feuerwache auf und wir waren dabei. Ob es daran lag, dass es ein Sonntag Abend war (und nicht, wie am Donnerstag mitten unter der Woche), wie auch immer, der Saal war brechend voll. Die aufgestellten Sitzplätze waren nicht unbedingt antmosphärisch, aber egal, worauf es ankam, war ja die Musik und die war gut.

Mir war die kanadische Jazz-Sängerin bisher kein Begriff und die Stücke von Tom Waits, die sie zum Besten gab, waren durch die Bank weniger bekannter Art, aber mir hat's gefallen. Vor allem Coles Version von The Briar and the Rose hatte es mir angetan. Ebenfalls als sehr positiv empfand ich auch die lockere Art der Sängerin und die Solo-Parts, die ihre Bandmitglieder immer wieder hatten. Insbesondere die lange Abschiedszugabe, bei der jeder ein Solo hinlegen musste, war herrlich.
Und die letzte Zugabe war dann einfach nur noch wunderbar amüsant. Halloween liegt ja noch nicht sehr lange zurück, weshalb die Sängerin zum Abschluss Halloweenlied zum Besten gab, welches sie als Kind immer von ihrer Mutter an Halloween zum Einschlafen vorgesungen bekam: Have you seen the Ghost of John? Ich musste sehr lachen, nicht nur Coles gesanglicher Vortrag war einfach köstlich, sondern auch das Knochengeklipper und -geklapper, welches der Drummer dazu als Begleitung darbot.

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